Ausstellung über den Jazzklub in den 80ern
Gut 23 Jahre ist es her, dass Jazzmusiker Hannes Zerbe im Fontane-Klub zu Gast war. So geschehen am 2. Oktober 1981 anlässlich der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Jazz im Brandenburgischen Kulturbund.
Ziel der Arbeitsgemeinschaft war es vor allem, die gesamte Bandbreite des Jazz zu präsentieren. Regelmäßig stattfindende Riverboatshuffles, Jazzdiscos, Schallplattenvorträge oder Dixielandweekends boten dazu den geeigneten Rahmen.
Mit Hannes Zerbe begann damals eine Konzertreihe, zu der versierte Vertreter des DDR-Jazz nach Brandenburg kamen. Ernst-Ludwig Petrowsky, Uschi Brüning, Conny Bauer oder Bajazzo, um nur einige zu nennen, die Zerbe folgten
Ca. zehn Jahre war die AG Jazz unermüdlich am Wirken, bis mit der Wende auch das Aus um die Truppe um Horst Meier kam. Dank ihm existieren aus dieser Zeit noch viele Objekte, die einen Rückblick in die 80er-Jahre-Jazzszene ermöglichen. So zeugen Fotos, Flyer, Eintrittskarten,
Poster und ein Gästebuch, in dem sich viele in Brandenburg gewesenen Jazzer verewigten, von der aktiven Zeit der AG.
Dies alles wird ab 18. März in einer Jazzdokumentation im Fontane-Klub zu sehen sein.
Eröffnet wurde diese Ausstellung natürlich von niemand geringerem als Hannes Zerbe. Im Anschluss daran war er bei den Jazzfreunden zu Gast.
Zerbe, der Klavier und Komposition studierte, gehört zu den aktiven Persönlichkeiten der zeitgenössischen Jazzgarde. Er komponiert und arrangiert und tritt selber in den verschiedensten Besetzungen auf Konzerten zwischen Los Angeles und Sankt Petersburg auf.
In Brandenburg war Hannes Zerbe gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Saxophonisten und Bassklarinettisten Gebhard Ullmann zu hören, der beim renommierten Jazzlabel "Soul Note" unter Vertrag ist und mit dem Klarinettisten Jürgen Kupke, der in den 80ern Soloklarinettist am Brandenburger Theater war.
|