Samuel Blaser gilt als einer der begehrtesten Posaunisten der Welt. Geboren und aufgewachsen in der Französischen Schweiz entdeckte er seine Liebe zur Posaune sehr frühzeitig. Schon mit vierzehn Jahren nahm er erste Unterrichtsstunden am lokalen Konservatorium, welches er bereits mit nur 21 Jahren erfolgreich abschloss.
Nach seinem sehr frühem Studium hat er sich auf den Weg begeben, Preise und Stipendien zu gewinnen, die ihn für längere Zeit nach New York brachten.
Blaser gehört zu den außergewöhnlichen europäischen Talenten, die sich der Herausforderung New Yorks mutig gestellt haben, um sich auf höchstmöglichem Niveau weiterzubilden und sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Und das sehr erfolgreich, wie seine vorliegenden CDs beweisen.
Blaser, erst 28 Jahre jung, kann inzwischen auf eine beachtliche Karriere zurückblicken: unter amerikanischen Musikern hat er sich bereits einen hervorragenden Ruf erworben, ist in der New Yorker Jazzszene etabliert, gründete verschiedene Bands, die er auch leitete und veröffentlichte mit ihnen mehrere Alben.
Heute pendelt Blaser zwischen Berlin und New York, hat aber die Brücken in die Schweiz nie abgerissen. So entstand sein vorerst letztes Album "Solo Bone" im Konservatorium seines Heimatortes.
An vielen Stellen hört man Zitate, Erinnerungen und seine Verehrung für Mangelsdorff, der ihm unbekannterweise vieles gezeigt und gelehrt hat, wie auch sein Lehrer John Fedchock zu berichten weiß, selbst Schüler von Mangelsdorff zu einer Zeit; als Samuel Blaser noch gar nicht auf der Welt war. Blasers Umgang mit Ton, Phrasierung und Improvisation erzeugt den Eindruck, dass er sein Instrument wie eine Stimme einsetzt, wodurch er eine enorme Freiheit erlangt. Eine von Blasers Spezialitäten sind Multiphonics, eine Technik, die speziell Mangelsdorff entwickelt und kultiviert hat.
Auf Einladung der Jazzfreunde gastiert Samuel Blaser am 21. November 2009 in der Theaterklause.
Beginn 21:00 Uhr, Kartenbestellung unter 03381 511220
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